ColanussCola vera, Frucht. Die Colanuss wird in Westafrika traditionell bei Stammesfesten als wachmachende und -haltende, anregende Substanz verwendet. Die Hauptwirkstoffe sind Theobromin und ein Koffein-Katechin-Komplex. Man sagt ihr eine stimulierende und leistungssteigernde Wirkung nach. Soll Konzentration und geistige Klarheit fördern. Wird traditionell zur Behandlung von Übelkeit während der Schwangerschaft und Migräne eingesetzt.

WIKIPEDIA:
Ursprünglich wurden Extrakte der Kolanuss und des Cocastrauchs zur Herstellung von Erfrischungsgetränken wie Cola verwendet, mittlerweile sind die meisten Hersteller jedoch auf das deutlich billigere Koffein ausgewichen, das bei der Herstellung von entkoffeiniertem Kaffee abfällt.

Colagetränke, die heute noch Extrakte der natürlichen Kolanuss enthalten, sind etwa Fritz-Kola, Club-Mate Cola, Mio Mio Cola oder Red Bull Cola. Auch die Energie-Schokolade Scho-Ka-Kola enthält 1,6 Prozent Kolanusspulver. Die Kolanuss findet auch als Zutat von Kräuter- und Früchtetees Verwendung.

In Afrika ist die Kolanuss schon seit Jahrhunderten ein gängiges Genussmittel. Dort werden die leicht bitteren, erdig schmeckenden, etwa walnussgroßen Samen entlang der Naht aufgebrochen, in kleinere Teile zerbrochen, etwa eine Stunde gekaut und anschließend ausgespuckt.

Die Kolanuss entfaltet aufgrund ihres hohen Koffeingehaltes unter anderem stimulierende Wirkung. Das Koffein ist in der Kolanuss anders gebunden als im für Koffein bekannteren Kaffee und entfaltet deshalb eine andere Wirkungsweise als letzterer. Die infolge von Kaffeekonsum oft auftretenden Nebenwirkungen wie beispielsweise Herzrasen und Nervosität treten bei der Kolanuss deshalb nur bedingt auf. Weitere Wirkungsweisen sind eine verdauungsanregende und schmerzstillende Wirkung. Sie regt die Darmperistaltik an. Es wird auch von aphrodisierender Wirkung berichtet, die wohl auf das für Koffein und Theobromin übliche gesteigerte Adrenalin- und Serotoninniveau zurückzuführen ist.

In vielen afrikanischen Kulturen kommt der Kolanuss eine besondere kulturelle Bedeutung zu. So ist es in manchen Volksgruppen üblich, als Geschenk an Gäste Kolanüsse zu überreichen, sie gelten als Symbol von Gastfreundschaft. Dem Konsum der Kolanuss kommt dabei ähnliche Bedeutung zu wie dem Friedenspfeiferauchen in uramerikanischen Kulturen. Auch ist es mancherorts üblich, dass der Bräutigam vor der Hochzeit den Eltern der Braut einen Korb Kolanüsse überreicht.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kolanuss

Räuchern: Colanuss ist eines der wichtigsten Genußmittel Afrikas und hat kultische Bedeutung. Verwendet werden die getrockneten Samen, die als Colanüsse im Handel sind. Die Nuss wird gekaut oder die gemahlene Nuß eingenommen. Aus dem Pulver werden in Afrika Getränke bereitet, die anregende und schlafverscheuchende Wirkung haben sollen. Zusätzlich soll die Leistungsfähigkeit gesteigert werden. Die Shamanen bringen sich mit Mixgetränken in Stimmung. Bei rituellen Zeremonien wird Colanuss mit anderen Pflanzen verräuchert, z.B. mit Beifuss, Lemongras, Myrrhe, Bilsenkraut u.a.  Colanuss wächst in Afrika, Brasilien, auf den Antillen und in Küstenregionen.

Anwendung: Colanuss läßt sich nur im Mix räuchern, da sie extrem verbrannt und ölig riecht und beißend qualmt.

Ethnobotanik: Die Wirkstoffe der weltweit frei verkäuflichen Samen des Colanussbaumes sind Theobromin und ein Koffein-Catechin-Komplex, der allerdings nur in frischer Ware vorhanden ist; wird die Nuss zu lange gelagert, zerfällt er in einzelne Alkaloide, die sich dann nur schwer aus dem Gewebe ziehen lassen. Die westafrikanische Ritualdroge Nr. 1 gab einst dem Coca-Cola die Hälfte seines Namens – Colanussextrakt und Cocablätter machten die braune Global-Limo in ihrer Urform zu einem stark psychotropen Getränk.
Colanüsse können einfach gekaut werden, der Geschmack ist allerdings wenig berauschend, zumal die bei uns erhältlichen Nüsse zumeist extrem hart und trocken und eher alt sind; günstiger ist es, alkoholische Auszüge anzufertigen, was auch das Problem des fehlenden Wirkstoff-Komplexes elegant umgeht (eine homöopathische Urtinktur ist erhältlich). Zudem wird die stimulierende, wachmachende und –haltende Wirkung verstärkt (der bekannte Irish-Coffee-Effekt). Colanüsse sind außerdem tonisierend und fördern die Konzentration. Aus Afrika ist der volkmedizinische Einsatz als Vorbeugung von Schwangerschaftserbrechen und Migräne bekannt.

Rezept für „Apollo Drive“, den Retter der Hochzeitsnacht:
50 g Muira Puama
50 g Colanuss
evt. 1,5 g Samen von Datura Stramonium
Einige Stangen Zimt, Gewürznelken, Honig
1 Flasche (0,7 l) Wodka oder weißer Rum

Alles mischen und mit dem angewärmten Alkohol übergießen. 4 bis 5 Wochen stehen lassen, gelegentlich erwärmen, gelegentlich aufrühren, dann abseihen und die Feststoffe auspressen (Stoffwindel). In kleinen (!) Mengen genießen.


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