Chaga (Inonotus obliquus) Schiefer Schillerporling

Der Chaga-Pilz wird seit Jahrhunderten in der traditionellen russischen und chinesischen Heilkunde bei Magen-Darmerkrankungen, zur Darmsanierung, bei Hautkrankheiten und zur Immunstärkung angewandt. Chaga hat entzündungshemmende, antioxidative, allgemein stärkende, adaptogene, antivirale und stoffwechselanregende Eigenschaften und wird bei Krebserkrankungen (insbesondere des Magen-Darmtraktes) eingesetzt. Er wirkt außerdem hungerstillend, entspannend und schlaffördernd.

Der Schiefe Schillerporling oder Chaga („Tschaga“) wurde außerhalb Osteuropas lange Zeit nicht beachtet. Erst seit einigen Jahren drängt dieser durchaus auch bei uns heimische, heilkräftige Pilz mehr und mehr ins Bewusstsein der Menschen. Er erscheint in Form unscheinbar schwarzer, knolliger, bröckeliger Auswüchse, die sich mehr oder weniger deutlich von der Schwarz-Weiß-Zeichnung seines Wirtsbaumes abheben.
Der legendäre Pilz wird in Sibirien seit Jahrhunderten zur Behandlung auch schwerer Erkrankungen des Magen-Darmtraktes verwendet. Desweiteren ist er als Stärkungsmittel bekannt, dient der Blutreinigung und wurde auch bei Tuberkulose und Herzleiden eingesetzt. In Russland wird er seit den 1930er wissenschaftlich untersucht und ist seit Jahrhunderten selbstverständlicher Bestandteil der russischen Heilkunde. Chaga ist ein exzellentes Mittel zur Behandlung aller Erkrankungen des Verdauungssystems. Hierzu zählen Geschwüre und Entzündungen des Magens (Gastritis) und Zwölffingerdarms. Er eignet sich ferner zur Behandlung von Polypen im Magen und Darm. Die sanierende Wirkung auf das Verdauungssystem macht man sich bei der Behandlung von allergischen Hauterkrankungen (Ekzeme, Schuppenflechte usw.) zunutze. Die Verwendung des Pilzes stärkt außerdem die allgemeine Infektionsabwehr und wirkt stoffwechselanregend. Er stillt den Hunger, vertreibt Müdigkeit und erhöht die Leistungsfähigkeit. Da er außerdem immunstimulierend wirkt, wird er auch zur Behandlung des chronischen Müdigkeitsyndroms (CFS) eingesetzt.
Erste wissenschaftliche Hinweise zur antiviralen Wirkung des Pilzes lieferte Kahlos et al. 1996. Er verwendete Extrakte aus der schwarzen äußeren Schicht des Pilzes und konnte eine fast hundertprozentige Hemmwirkung des Grippevirus (Influenza Typ A und B) nachweisen.
Bei entzündlichen Erkrankungen im Hals- und Rachenraum kann mit dem Chaga gegurgelt oder der Dampf inhaliert werden. Gute Ergebnisse erzielt man auch bei der Behandlung von Parodontose (Zahnfleischentzündungen). Innerlich hilft er bei entzündlichen Erkrankungen von Leber und Milz, desweiteren bei Erkrankungen des lymphatischen Systems. Der Pilz stärkt das Zentralnervensystem und wirkt entspannend und schlaffördernd. Die Einnahme des Pilzextraktes soll Bluthochdruck senken.

Das wichtigste Einsatzgebiet des Pilzes ist aber sein Einsatz bei Krebserkrankungen (Lungenkrebs, Hautkrebs) mit einem besonderen Augenmerk auf solche des Magen- und Darmtraktes und der weißen Blutkörperchen (Hodgkin Lymphom). Erwartungsgemäß werden die besten Ergebnisse im Frühstadium der Erkrankung erzielt. Bei weiter fortgeschrittenen Erkrankungen kann die Einnahme des Pilzes das Krebswachstum verlangsamen und zu einer Schmerzlinderung führen. Außerdem verbessert er die Allgemeinverfassung des Patienten, beispielsweise nach der chirurgischen Tumorentfernung und lindert die Nebenwirkungen einer konventionellen Chemotherapie. Mit Billigung des Arztes kann und sollte die Einnahme des Pilzes auch in Kombination mit einer herkömmlichen Chemotherapie erfolgen.

Der Chagapilz ist über einen weiten Dosisbereich ungiftig und wird gut vertragen. Trotz seiner jahrhundertelangen Verwendung gibt es bisher keine Gegenanzeigen für seine medizinische Verwendung. Die sichere Anwendung von Chagapräparaten im therapeutischen Dosen zeigen mehrjährige Studien in russischen Kliniken bei Patienten mit Magengeschwüren und schweren Krebserkrankungen.

Auszug aus dem Buch „Heilpilze“ (Arbeitstitel · AT-Verlag Schweiz) von Jürgen Guthmann und Dr. Rita Lüder; Erscheinungstermin voraussichtlich Juni 2014

Ausführliche Informationen unter: www.vitalpilzratgeber.de


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