damiana

Turnera diffusa, Kraut. In der indianischen Volksmedizin wurde Damiana als Asthma-Heilmittel genutzt und zu diesem Zweck paradoxerweise geraucht. Am bekanntesten ist es aber als mild euphorisierendes Aphrodisiakum für Mann und Frau. Es soll die Durchblutung im Unterleib erhöhen und dadurch unter anderem auch bei Menstruationskrämpfen hilfreich sein. Auch in Liebesräucherungen darf sein süßlich-blumiger Duft nicht fehlen.

Räuchern: In der indianischen Medizin wurden die Blätter als Heilmittel bei Asthma verwendet. Dazu wurden sie als Tee getrunken, geräuchert oder geraucht. Es soll eine subtile Euphorisierung bewirken. Damiana hat in Mexiko den Ruf, ein Aphrodisiakum zu sein und wird mit Colanuss, Sabalpalme, Hanf und Copal gemischt. Beim Räuchern hat Damiana einen angenehm krautigen und süßen Wohlgeruch. Es fehlt in keiner Liebesräucherung. Damiana ist von Süd – Kalifornien bis nach Argentinien verbreitet. Es benötigt warmes Klima und stellt keine hohen Ansprüche an den Boden. Damiana kann auch in Wüstenzonen gedeihen.

Anwendung: Damiana kann sehr gut pur verräuchert werden, macht sich aber auch in Mischungen mit Goldmohn, Schachtelhalm, Helmkraut, Eisenkraut, Passionsblume und Harzen sehr gut.

Ethnobotanik: Die medizinische und aphrodisische Verwendung von Damiana reicht aller Wahrscheinlichkeit nach bis in prähistorische Zeit zurück. Der Majaname „Mis kok“ (Asthmabesen) bzw. die mexikanische Bezeichnung „Quitacamisa“ (Hemdauszieher) machen schon die beiden wichtigsten Einsatzgebiete deutlich – als Antiasthmatikum und als Liebesdroge. In einem Test verschiedener angeblich aphrodisierender Naturdrogen hatte Damiana das beste Ende für sich. Darüber hinaus gilt das Kraut als allgemein tonisierend und diuretisch (entwässernd).
Damiana kann als Tee, Dekokt (1 Stunde kochen) oder Kaltwasserextrakt (24 Stunden ansetzen) genossen werden, die Wirkungen dieser wässrigen Damiana-Zubereitungen sind allerdings nur sehr subtil wahrnehmbar. Ein Effekt auf den Unterleib wird berichtet, der sich in erhöhtem Blutandrang bemerkbar machen kann.
Hervorragend geeignet ist Damiana hingegen zur Bereitung von Ansatz-Schnäpsen und Likören; es verträgt sich in der Wirkung ausgezeichnet mit Colanuss. Hier ein Rezept nach Rätsch, Pflanzen der Liebe:

2 Handvoll Damianakraut
4 Stangen Zimt
5 Körner Piment
1 Vanilleschote
1 Flasche Rum (echter, nicht Inländer)
Honig nach Geschmack

Alle Zutaten mischen und 1 bis 2 Wochen stehen lassen, zuletzt abseihen.


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