OLYMPUS DIGITAL CAMERARäuchern: Guarana kommt aus dem Amazonasbecken und wird von den dortigen Stämmen als Genussmittel, Medizin und Zauberpflanze gebraucht. Die Schamanen essen Guarana, um in die Geheimnisse der Wissenden eingeweiht zu werden.  Die Samen sind stark coffeinhaltig und somit eine der kräftigsten Purindrogen. Guarana hat leicht psychoaktive und aphrodisierende Wirkungen, es verringert die Pulsfrequenz und verschärft die Wahrnehmung. Ein Guaranatrunk macht wach, weckt den Appetit, wird bei Migräne, Neuralgien, Menstruationskopfschmerzen, Blasenleiden, Fieber, Durchfall und als Antidepressivum getrunken. Beim Räuchern spielt Guarana eine geringe Rolle. Es wird bei Ritualen mit anderen Stoffen verbrannt, wirkt anregend und steigert den Antrieb.

Ethnobotanik: Angesichts der weltweiten Bedeutung, die Guaraná für die Bereitung von Erfrischungsgetränken, Energy Drinks, Kaugummis, Sirupen, Energieriegeln und dergleichen mehr erlangt hat, ist es wirklich erstaunlich, dass der gesamte Bedarf nach wie vor von einem ca. 6.000 Hektar großen Gebiet bei Manaos in Zentral-Brasilien gedeckt wird. Nur dort, wo die Wildpflanze vorkommt, deren Gebrauch als kräftigende Jagddroge, Schamanendroge und Aphrodisiakum Jahrtausende zurückreicht, war die Kultivierung erfolgreich.
Guaraná ist die stärkste Koffeindroge, ca. dreimal so stark wie Kaffee, achtmal so stark wie Mate. Die Samen der Guaranáliane enthalten ca. 5 % Koffein, 9% Gerbstoffe sowie u.a. Mineralstoffe, Eiweiß und Zucker. Die Wirkung entspricht in ihrer Intensität der des Kaffees, in der Dauer eher der des Tees, was auf die Bindung des Koffeins an die Gerbsäuren zurückgeführt wird. Guaraná ist in allererster Linie ein Stimulans, gilt jedoch auch als mildes, unbedenkliches Antidepressivum, dem auch aphrodisierende Eigenschaften nachgesagt werden; zudem vermindert es Hunger- und Durstgefühle. Wie beim Kaffee kommt es auch bei der Einnahme von Guaraná mitunter zu paradoxen Wirkungen – nämlich gar keiner oder Ermüdung.
In den Handel für die industrielle Weiterverarbeitung (z.B. zu Guaraná Antarctica, einem brasilianischen Erfrischungsgetränk, das mit über 800 Millionen Litern jährlich zu den 15 bestverkauften Softdrinks des Planeten gehört) kommt in der Regel Guaranápaste, für die getrocknete, geschälte und leicht geröstete Samen zermahlen und mit Wasser versetzt werden. Als Einzelgabe einer solchen Paste gilt 1 Gramm, eine andere Angabe für eine mittlere Tagesdosis ist ein halber Teelöffel des aufbereiteten Pulvers.
Verfügt man über Guaranásamen oder –samenpulver, lässt sich durch simples Ansetzen in Alkohol ein hochwirksamer Extrakt herstellen, der z.B. zu Experimenten mit anregenden Cocktails animiert.


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