Acorus calamus, Wurzel. Die Kalmuswurzel wird in der Ayurveda als Verjüngungsmittel für Gehirn und Nervensystem eingesetzt. Sie übt eine reinigende und revitalisierende Wirkung auf den Geist aus, fördert die zerebrale Durchblutung, verbessert das Gedächtnis und steigert die Bewußtheit.

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Ayurveda: Im Sanskrit “Vacha”, bedeuted wörtlich “Sprechen”, und bezeichnet die Kraft des Wortes, der Intelligenz oder des Selbstausdruckes, die von dieser Heilpflanze angeregt wird. Kalmus unterliegt derzeit den Vereinigten Staaten der FDA, der Überwachungsstelle für Lebens- und Arzneimittel. Die Pflanze wird als giftig eingestuft und vom inneren Gebrauch wird abgeraten. Kalmus ist eine der geschätzten Heilpflanzen der alten vedischen Seher. Der Gebrauch dieser Pflanze im Ayurveda ist seit mehreren tausen Jahren belegt. Diese Pflanze ist ein Verjüngungsmittel für das Gehirn und das Nervensystem, auf die sie eine reinigende und revitalisierende Wirkung ausübt. Dadurch ist Kalmus ein Verjüngungsmittel für Vata und in zweiter Linie auch für Kapha. Kalmus macht die subtilen Kanäle frei und reinigt sie von Toxinen. Die zerebrale Durchblutung wird gefördert, die Sensibilität vermehrt, das Gedächtnis verbessert und die Bewußtheit gesteigert. Kalmus ist sattwischer Natur und ist gemeinsam mit Hydrocotyle asiatica, mit dem es zu diesem Zweck kombiniert werden kann, eine der besten Heilpflanzen für den Geist. Kalmus hilft auch die sexuelle Energie umzuwandeln und nährt Kundalini.

Quelle: Die Ayurveda Pflanzenheilkunde, Vasant Lad/David Frawley

Ethnobotanik: Die Wurzel des nässeliebenden, weltweit verbreiteten Kalmus (Foto) ist seit altersher eine gerne eingesetzte medizinale Droge. Weitaus am bekanntesten ist Kalmus als Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden – es fehlt in keinem Magenbitter. Darüber hinaus gilt er als Nerventonikum und Verjüngungsmittel für das Gehirn (Ayurveda, tibetische Medizin).
Als Wirkprinzip des Kalmus gilt das leicht berauschende und sedierende Asaron, das am stärksten in den indischen und amerikanischen Varietäten vorhanden ist. Kalmus ist ferner reich an ätherischen Ölen, die eine antibakterielle Wirkung entfalten und gerne zur Aromatisierung von alkoholischen Getränken und Schnupftabaken verwenden werden.
Bei der immer wieder gerne kolportierten Ansicht, Kalmus sei ein Halluzinogen, handelt es sich allerdings um eine Wunschvorstellung. Diese erstmals 1967 (Hoffer und Osmond) publizierte Meinung rührt wahrscheinlich von der Behauptung, die Cree hätten ein fingergroßes Stück Kalmuswurzel ausgekaut, um in den Genuss der psychoaktiven Wirkung zu kommen. Allerdings haben Versuche mit Abkochungen von bis zu 300 g des getrockneten Wurzelstocks keinerlei erkennbare psychische Wirkungen ergeben; ein Selbstversuch mit der Einnahme von 13 g der zermahlenen Wurzel (ca. 25 cm Wurzel) erbrachte ebenfalls keinerlei bemerkbare Resultate. Vermutlich verbirgt sich hinter dem Cree-Rezept für visionäre Erfahrungen eine andere, dem Kalmus ähnliche Pflanze

Räuchern: Im heutigen Ägypten wird Kalmus als Aphrodisiakum verwendet und Kni genannt. Kalmuswurzel hat als Räucherung eine geistig aufhellende und stärkende Wirkung. Sie wird in Tibet zur Steigerung der meditativen Konzentration verbrannt. Sie ist eine der geschätztesten Heilpflanzen der vedischen Seher. Die Pflanze soll ein Verjüngungsmittel für das Gehirn und das Nervensystem sein. Kalmus macht die subtilen Kanäle frei und reinigt sie von Toxinen, die Durchblutung wird gefördert, die Sensibilität vermehrt, das Gedächtnis verbessert und die Bewußtheit gesteigert. Den Irokesen diente die Wurzel zum Aufspüren von Hexen und bösem Zauber. Die Cheyenne räucherten Kalmus bei ihren Schwitzhüttenzeremonien. Die Cree benutzten Kalmuswurzel als mildes Halluzinogen. Dazu kauten sie ein fingerlanges Wurzelstück aus. Ein Tee aus der Wurzel ausgekocht soll bei Schwächezuständen, Magenbeschwerden und Krämpfen helfen. Kalmus wächst an Binnengewässern in Asien und Ost-U.S.A. und hat sich inzwischen in Europa eingebürgert.


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