Somalata (Ephedra vulgaris)

Somalata

AyurvedaDie Sanskrit-Bezeichnung Somalata erinnert nicht zufällig an Soma, ein gleichfalls starkes Anregungsmittel des Nervensystems. Die indische Meerträubel-Art ist ähnlich reich an Ephedrin wie der vielleicht berühmteste Vertreter der Ephedra-Familie, das chinesische Ma-Huang (Ephedra sinica). Dementsprechend auch die Wirkung von Somalata: zentral anregend, diuretisch und diaphoretisch (harn- und schweißtreibend). Somalata ist ein Rasayana, sollte jedoch nicht wahllos verwendet werden: Die Pflanzenwirkstoffe können die Nebennieren übererregen und die Nerven förmlich ausbrennen; bei Dauergebrauch entwickelt sich auch rasch eine große Toleranz gegenüber dem anregenden Effekt. Der Ayurveda rät, Somalata nur in Kombination mit Süßholz und anderen Kräutern zu konsumieren, was das Mittel für den Dauergebrauch möglich macht. Somalata ist eines der stärksten Mittel zur Regulierung von Kapha und ist wirksam bei Kälte, Schleim, Husten und Ödemen (Tee aus 6 g der Stängel). Es fördert Wachsamkeit und Aktivität und wird auch gerne als Appetitzügler eingesetzt.

EthnobotanikSomalata, die „Pflanze des Mondes”, zählt zu den alkaloidreichen Ephedra-Arten: 0,8 bis 1,4 % wurden gemessen, zur Hälfte Ephedrin. Am häufigsten wird die Droge als Ersatz für Koffein bzw. natürliche Alternative zum Amphetamin eingesetzt, wobei 3 bis 9 g, als Tee aufgebrüht oder 5 bis 10 Min. ausgekocht, eine typische Einzeldosis ausmachen. Fügt man von Anfang an Zitronensaft hinzu, erhöht sich die Löslichkeit der Alkaloide. In China kennt man eine Honig-Zubereitung: 10 Teile der geschnittenen Stängel werden mit 2 Teilen Honig so lange geröstet, bis dieser eingezogen ist. Besonders für Frauen soll die anregende Ephedra-Wirkung häufig eine erotische Färbung haben; Männer empfinden dies zwar ähnlich, jedoch können sich hohe Dosen als kontraproduktiv herausstellen: Ephedrin verengt die Blutgefäße.

Nicht geeignet für Schwangere und stillende Mütter.

 


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