Dancing Shiva gibt es als Unternehmen seit 1994 und in der Neubaugasse seit 1996. Zuerst ebenerdig, dann zweistöckig und schließlich dreistöckig.
Wo vorher ein feuchtes Kellergewölbe, ein leerstehendes Geschäft und eine aufgegebene Steuerkanzlei waren, erfüllt nun eine bunte, phantasievolle und lebensfrohe Parallelwelt diese Räume.
Diese kleine Parallelwelt namens „Dancing Shiva“ ist die Erfüllung unseres Traums, einen Raum für ehrliche und ganzheitliche Produkte, Philosophien und Lebensart zu schaffen, die unseres und das Leben unserer Kunden auf jeder Ebene bereichern und verschönern.

Unsere Geschichte

WieAllesBegann_01Wir begannen auf dem Boden. Oder besser gesagt auf einer Decke, wo wir, Riki, Martin und unsere Tochter Nina, auf Festivals und Märkten Kunsthandwerk verkauften, das wir von unserem ersten Indien-Trip 1993 mitgebracht hatten.
Als uns nach einer Weile die Souvenirs ausgingen und wir zu dem Schluss kamen, dass man diesen Zeitvertreib durchaus zum Beruf machen könnte, war es bis zur nächsten Indienreise natürlich nicht weit – und etwas später legten wir uns auch einen Markttisch zu.

1994 begannen wir mit der Suche nach einem Geschäft um Indiens Farben und Düfte an die Leute zu bringen. Wir fanden einen Laden im 8. Bezirk, benannten ihn nach dem indischen Gott der Schöpfung, Zerstörung und des Wiederaufbaus „Dancing Shiva“ und füllten ihn bis zur Decke mit indischem Kunsthandwerk, Textilien und Düften.


WieAllesBegann_031996
 entdeckte Riki ein leerstehendes Geschäftslokal in der Neubaugasse 58. Wonach wir zügig unsere sieben Sachen packten, aus dem 8. Bezirk auszogen und in das kleine Haus in der Neubaugasse umzogen. Dort erwartete uns nicht nur ein renovierungsbedürftiges Geschäftslokal, sondern auch ein feuchtes Souterrain, eine leerstehende Steuerkanzlei darüber und eine freie Wohnung im hinteren Bereich des Hauses – perfekt! In den nächsten Jahren waren wir damit beschäftigt, den Keller trockenzulegen, in den 1. Stock durchzubrechen und uns in der Neubaugasse häuslich einzurichten. Aus dem Souterrain wurde der wunderschöne, orientalisch anmutende und damals noch unter „Chaihaus“ bekannte Raum. Die ehemalige Steuerkanzlei im 1. Stock wurde in einen dunkelroten Palast der Düfte und Farben verwandelt. Und das ehemals einstöckige Dancing Shiva hatte sich plötzlich verdreifacht.


1999
 wurde uns langsam langweilig mit dem ewig gleichen Angebot an indischer Marktware. Noch dazu hatten wir in all den Jahren mehrmals mitansehen müssen, wie diese oftmals unter menschenunwürdigen Umständen produziert wurde. Und da wir von Anbeginn an immer etwas Neues, Außergewöhnliches – und am wichtigsten – Faires und Ehrliches anbieten wollten, starteten wir in diesem Jahr unsere eigene Modelinie für Damen und Herren aus der von uns kürzlich auf einer Indienreise entdeckten und hierzulande damals noch völlig unbekannten Khadi – Baumwolle. Das Design der Kollektionen übernahm Riki, die sich das Handwerk des Modedesigns autodidaktisch angeeignet hatte.
Unsere Trips nach Indien fanden mittlerweile bereits zweimal jährlich statt und von nun an kauften wir nicht mehr nur Ware – wir produzierten sie, exklusiv für unseren Laden.

 


WieAllesBegann_082005
 flüchteten wir aus der großen Stadt Delhi, wo wir bis dahin unsere Khadi-Kollektionen anfertigen ließen und gründeten unsere erste eigene Schneiderei mit zehn nepalesischen Schneidern in Goa/Südindien.
Binnen 2 Jahren wuchs unser Team auf mehr als 20 Schneider an und unsere Produktpalette umfasste nun zusätzlich zur Damen-, Herren- und Kinder-Kollektion auch Accessoires und Heimtextilien. Trotz des Zuwachses produzierten wir immer noch exklusiv für unseren Laden in Wien um die Qualität so hoch wie möglich halten zu können.

 

 

WieAllesBegann_142009 flog Riki erstmals in die komplett gegensätzliche Richtung als üblich und landete auf einem zweimonatigen Trip durch die Vereinigten Staaten. Angespornt von ihrem Traum, endlich zwei ihrer größten Inspirationsquellen persönlich kennenlernen zu können, ging es zuerst nach Kanada zu einem Kreativ-Workshop mit Alex Grey, einem in den USA hoch angesehenen visionären Künstler, wo man erste Bande knüpfte und sich über die Möglichkeit einer textilkünstlerischen Kooperation austauschte.

Danach machte sich Riki auf den zweiten Fixpunkt ihrer Reise: Ein Besuch in Jerome/Arizona, wo sich ein gewisser Maynard James Keenan, besser bekannt als Sänger der von Riki vergötterten amerikanischen Rockbands Tool und A Perfect Circle, niedergelassen hat und als Kontrastprogramm zum Rockstar-Dasein seine eigene Weinkelterei betreibt. Und auch hier brachte Riki mit ihren ausgefallenen Khadi-Designs den Stein ins Rollen und wurde prompt als Designerin für die nächste Merchandising-Kollektion von Keenans Drittband Puscifer angeheuert.
Kurze Zeit später machte Alex Grey auf seiner Performance-Tour durch Europa in Wien Station und besuchte Riki im Dancing Shiva, wo die ersten Prototypen einer „Khadi Special Edition for Alex Grey“ besprochen und für gut erachtet wurden. 2010 ging die Khadi-Jacke „Interbeing“ in Greys Webshop online und war binnen weniger Tage ausverkauft.

 

RikiSmoothie2012 fand eine Wandlung im Dancing Shiva Kosmos statt: Nachdem Riki, die zu diesem Zeitpunkt stressbedingt am Ende Ihrer Kräfte war, das Buch Superfoods von David Wolfe gelesen hatte und von der Wirkung dieser energetischsten und nährstoffreichsten Lebensmittel der Welt restlos begeistert war, wollte sie ihre Erfahrung mit den Superfoods teilen. Noch im Herbst desselben Jahres eröffnete sie Wiens ersten Superfood Shop im bis dahin als „Chaihaus“ bekannten Souterrain von Dancing Shiva, hielt Vorträge und Workshops zum Thema und blickte der Zukunft mit nie gekanntem Elan, Enthusiasmus und Optimismus entgegen.
Wiederum war sie wie schon bei Khadi auf etwas gestoßen, das in Österreich so gut wie unbekannt war und daher verbrachte sie die darauffolgenden Monate damit, den Menschen das Konzept der Superfoods näherzubringen. Bis sie zu dem Schluss kam, dass man etwas noch so gut erklären konnte – wirklich bemerkte man den Effekt der Superfoods dennoch erst, wenn man sie einmal selbst ausprobierte.
Und so erweiterte Riki, die erblich bedingt schon immer ein Faible fürs Gastronomische hatte, den Superfood Shop um einen kleinen Lokalbereich, wo sie ihre Gäste gemeinsam mit ihrem Team von Superheroes mit energetisierenden Rohkakao-Elixieren, nährstoffreichen Supersmoothies und veganen Gerichten in Rohkostqualität verwöhnte und die 10 Superfoods so für jedermann und jederfrau direkt erfahrbar machte.

2013 geschah etwas völlig Unerwartetes. Aufgrund massiver Verteuerungen im Rohstoff- und Arbeitssektor Indiens sahen wir uns leider gezwungen, unsere Khadi-Produktion in Goa einzustellen, da wir nicht in gewohnter Qualität weiter produzieren würden können, ohne erhebliche Preisanpassungen vornehmen zu müssen. Und da wir weder bei der Qualität noch bei der Nachhaltigkeit unserer Produkte Kompromisse schließen möchten, mussten wir uns schweren Herzens von diesem langjährigen Projekt trennen.
Aber es ist ja bekanntlich so: Wenn eine Tür zu geht, öffnet sich eine andere. Und so fokussierten wir in den darauffolgenden Monaten all unsere Liebe und Energie auf ein anderes Herzensprojekt: Die Superfoods.

SuperfoodBar2014 war ein weiterer Wendepunkt in der Geschichte unseres Unternehmens. Ende 2013 beschloss Riki, nachdem sie monatelang in der Küche experimentiert hatte, die Tische im Lokalbereich des Superfood Shops immer öfter besetzt waren und ihre Gäste immer zahlreicher wurden, dass die Zeit gekommen war, das Projekt „Superfoods“ auszuweiten.
Dancing Shiva, bekannt für seine bunten Farben, exotischen Düfte und sein breites Sortiment an fairgehandelter Khadi-Mode, erfindet sich völlig neu. Im April 2014 eröffnet Riki Wiens erstes Raw Food Restaurant mit Schwerpunkt auf den stärksten und nährstoffreichsten Lebensmitteln der Welt: das Dancing Shiva Superfoods.

Von Supersmoothies, Rohkakao-Elixieren, sündigen Süßspeisen und exotischen Genüssen bis hin zu traditioneller Hausmannskost – das Superfood Restaurant zeigte, was in der in Rohkost-Küche alles möglich ist.

Mit der Eröffnung des Lokals erfüllte sich Riki den Traum, einen Raum zu schaffen wo „wir unsere Gäste nicht nur kulinarisch verwöhnen, sondern auch dafür sorgen dass sie gestärkt, fröhlich und voller Energie wieder ihrer Wege gehen.“

 

2017 kam nach drei schönen, aber auch sehr fordernden Jahren die Entscheidung, die wiederum einiges bei Dancing Shiva veränderte. Nachdem wir drei Jahre lang der knallharten Realität des Gastgewerbes inklusive Auflagen-Dschungel, Kennzeichnungs-Schikanen und sonstigen Fallstricken der heimischen Bürokratie ins Auge geblickt hatten, waren wir an einem Punkt angelangt, wo aus einem ursprünglich idealistischem Konzept ein von Stress, Leistungsdruck und Kompromissen überlagertes Gastronomie-Ungeheuer geworden war. Leider erlaubt uns das System in dem wir leben, kein entspanntes Arbeiten im Einklang mit uns selbst und unserer Umwelt, sondern hält uns an extrem kurzer Leine im Hamsterrad der Ertragswirtschaft gefangen. So waren wir im täglichen Restaurantbetrieb statt liebevoller Zubereitung einzigartiger Gerichte zur Fließbandarbeit gezwungen und hatten schon gar nicht die Zeit, unseren Gästen das Konzept der Superfoods und Rohkost näherzubringen.
Da dies das genaue Gegenteil dessen war, was wir eigentlich weitergeben wollten – nämlich Information und Inspiration – zogen wir im September 2017 die Notbremse und schlossen schweren Herzens den Restaurantbetrieb.


Das neue, entspanntere Konzept kehrt zurück zum informativen Charakter – dem Herzstück von Dancing Shiva – in Form von zahlreichen Workshops mit Riki in Wien und unserem neuen Raw & Wild Retreat Center im Mariazeller Land. Innehalten, neu orientieren, zurück zu Mutter Natur und Selbstermächtigung sind uns Herzensthemen, die wir nun wieder mit voller Motivation und Begeisterung leben und weitergeben können.
Um unsere liebgewonnenen Stammgäste und Freunde auch weiterhin verwöhnen zu können, veranstalten wir monatlich unser beliebtes Raw Brunch Buffet und arbeiten an exklusiven Dinner-Abenden, bei denen wir uns voll der hohen Kunst der vitalen Rohkost-Küche widmen können.


Während Riki die Workshops und Retreats in Wien und Mariazell anleitet, fleißig Wildkräuter im Umland sammelt und andere für wilde, rohe und vollwertige Vitalkost begeistert, leitet Riki´s Tochter Nina den Superfood Shop in Wien auch weiterhin als zentrale Anlaufstelle für hochwertigste und ausgesuchte Superfoods, adaptogene Kräuter, Rohkostprodukte und hausgemachte Leckereien. Ein Onlineshop ist in Arbeit und wer weiß – vielleicht auch weitere Läden in ganz Österreich?

Was auch immer die Zukunft noch an Neuentdeckungen und Wendungen im Dancing Shiva Kosmos bringt – wir sind gespannt und freuen uns darauf, sie gemeinsam mit unseren Freunden und Kunden begehen zu können!

 

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